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Die jährliche Vorgaben-Überprüfung

Was steckt dahinter? Wie geht das?

 

Wir alle haben uns mit unserem Mitgliedsausweis dazu verpflichtet, die Regeln und Regularien des DGV (und damit weitgehend auch der EGA) einzuhalten und anzuwenden. Dazu gehören u.a. das Regelbuch mit seinen mehreren tausend Entscheidungen, das gesamte Vorgabensystem und einige Sonderbestimmungen der Wettspielabwicklung. Alles zusammen bildet ein System, in dem alles miteinander verwoben ist und sich gegenseitig beeinflusst. So z.B. verzerren falsche Vorgaben die Nettoergebnisse und damit die Statistik, auf der CSA beruht, ganz abgesehen davon, dass mit falschen Vorgaben die Nettosieger nicht ordnungsgemäß ermittelt werden. Auch die Zusammenstellung der Spielpaarungen richtet sich fast ausschließlich nach den Vorgaben.

 

Dies vorausgeschickt, ist es für den GCO deshalb faire Selbstverständlichkeit, die Regularien so gut wie möglich anzuwenden, auch wenn in manchen Clubs über diese Pflichten nicht nachgedacht wird. So ist der Vorgabenausschuss - den übrigens jeder Heimatverein bilden muss – schon immer verpflichtet gewesen, am Ende einer Saison die Vorgaben auf ihre Stimmigkeit zu überprüfen. Sie dient einer objektiven Einordnung der Spielstärke des Mitglieds. Allerdings war das in früheren Jahren nur schwerpunktmäßig möglich, denn niemand hätte über 900 Stammblätter auf Richtigkeit durchsehen können. Seit drei Jahren hilft hier nun ein Computerprogramm, das uns die notwendigen Angaben von allen Mitgliedern bietet:

 

Anfangshandicap, jetziges Handicap, prozentuale Differenz, Festlegungen nach Ziffer 24 Vorgabensystem, Anzahl gespielter Runden mit Auswärtsergebnissen, wie oft unterspielt, wie oft genau Handicap gespielt, wie oft überspielt, wie viele nicht vorgabenwirksame Ergebnisse (soweit sie im Stammblatt erfasst wurden), saisonale Bestleistung, Durchschnittsergebnis der besseren Hälfte der gespielten Ergebnisse, das statistisch durchschnittlich zu erwartende Ergebnis (EMSS: Expected Mean Stableford-Score) und schließlich eine Bemerkung und Empfehlung, ob und was zu tun sei. Eine genaue Beschreibung des Vorgehens finden Sie auf unserer Web-Seite Vorgabenprüfung.

 

Bei weniger als vier vorgabenwirksamen Ergebnissen kann man nichts über eine „aktuelle“ Spielstärke aussagen. Die Vorgabe bleibt zwar unverändert, dürfte aber eher „historisch“ sein und ist deshalb für die Berechnung eines Nettoergebnisses aus dem Brutto unbrauchbar. Da eine Vorgabe die aktuelle Spielfähigkeit eines Golfers widerspiegeln soll, ist jedoch niemandem damit geholfen, eine völlig unzutreffende Vorgabe über Jahre mit sich zu schleppen, die einen Spieler nur daran hindert, auf Netto-Ergebnislisten einen einigermaßen respektablen Platz einzunehmen.

 

Die Handicapauswertung zur „jährlichen Vorgabenprüfung“ gibt uns weiterhin an, wer mit seinen Ergebnissen, die sich aus dem Durchschnittsergebnis der besseren Hälfte der gespielten Ergebnisse ergibt, innerhalb einer Bandbreite bleibt. Diese wiederum ergibt sich aus EMSS und der unteren Grenze der Pufferzone plus 5. Hier bleiben die Vorgaben unverändert. Einige Fälle gibt es aber, bei denen die Statistik und die persönlichen Ergebnisse weiter auseinander liegen, sowohl nach oben, wie auch nach unten. Hier schlägt das Programm Änderungen in einem engen Rahmen vor, die der Vorgabenausschuss abwägt und aufgrund dessen Vorgaben für die nächste Saison festgesetzt werden.

 

Sollten Sie mehr als 4 vorgabewirksame Turniere im Jahr 2009 gespielt haben und an Ihrer persönlichen "Performance" interessiert sein, so wenden Sie sich bitte persönlich oder mit einer E-Mail an das Sportsekretatiat, damit dieses die Anfrage an den Vorgaben-Ausschuss weiterleitet.

 

Im Dezember 2009,

Norbert Scherner für den Vorgabenausschuss

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